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PresseMitteilung von Deutsches Institut für Menschenrechte
(ots) - Die Monitoring-Stelle zur
UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Gesetzgeber in Bund und
Ländern auf, "angemessene Vorkehrungen" im deutschen Recht gesetzlich
zu verankern. "Angemessene Vorkehrungen sind für einen behinderten
Menschen der Schlüssel zu einem gleichberechtigten Leben", erklärte
Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, anlässlich der
Veröffentlichung des Positionspapiers "Barrieren im Einzelfall
überwinden: Angemessene Vorkehrungen gesetzlich verankern".
Unter angemessenen Vorkehrungen versteht die
UN-Behindertenrechtskonvention Maßnahmen, mit denen im Einzelfall
erkennbare Barrieren beiseite geräumt werden. Dazu gehören
beispielsweise die Verständigung in Leichter Sprache, die Anpassung
von Arbeits- und Organisationsabläufen, etwa individuelle
Pausenregelungen oder die Möglichkeit zu Teilzeit-Arbeit, aber auch
bauliche Veränderungen, die unter Umständen kostspielig sein können.
Bislang sind angemessene Vorkehrungen im deutschen Recht nur
punktuell verankert.
Angemessene Vorkehrungen sind jedoch in der
UN-Behindertenrechtskonvention von zentraler Bedeutung, die Versagung
im Einzelfall verurteilt sie als Diskriminierung. "Aus
menschenrechtlicher Sicht ist es deshalb nicht länger hinzunehmen,
dass es in Deutschland bislang kein allgemeines, einklagbares Recht
auf angemessene Vorkehrungen gibt", so Aichele weiter. Hier sei ein
Umsetzungsdefizit erkennbar. Als Regelungsorte für angemessene
Vorkehrungen schlägt die Monitoring-Stelle das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz, die Behindertengleichstellungsgesetze sowie
das Sozialgesetzbuch vor.
Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention,
eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in
Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die
Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne der Konvention zu
Presse Mitteilung von Deutscher Behindertensportverband (DBS)
Wir können noch mehr / 2012 soll ein glänzendes Jahr werden.
(Press Relations) - Frechen - "GOLD - du kannst mehr als du denkst" - dieser Filmtitel sagt aus,
was wir wollen: noch mehr Menschen mit Behinderungen für Bewegung und Sport in
Gemeinschaft begeistern und die öffentliche Anerkennung für den Behinderten-, Rehabilitationsund
Präventivsport steigern.
2011 haben wir auf 60 Jahre des deutschen Behindertensports zurückgeblickt. Die erste
Darstellung unserer Geschichte vom Versehrtenturnen über den Blinden-, Gehörlosen- und
Taubstummensport bis zu den Paralympics ist als Buch erschienen*. Darin werden die
Leuchtpunkte, aber auch die Schattenseiten unserer Entwicklung geschildert. Nun wird der Film
GOLD gedreht, der Leben und Sport von drei internationalen Spitzenathleten mit Behinderungen
zeigt. Er wird im Frühjahr 2013 in den Kinos anlaufen**.
Blickpunkt und Höhepunkt dieses Sportjahres sind für uns die Paralympics in London, die den
Olympischen Spielen folgen. Unsere Sportlerinnen und Sportler werden Aufsehen erregende
Wettkämpfe bestreiten und damit dem Behindertensport Auftrieb verschaffen. Obwohl die
Mitgliederzahl des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ständig steigt, auf bald 600 000
(!), sehen wir, dass Menschen mit Behinderungen prozentual viel weniger in Sportvereinen
organisiert sind als die Gesamtbevölkerung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), zu
dem auch wir gehören. Also wollen wir den Schwung der Paralympics und die Aussicht auf
GOLD nutzen, um mit attraktiven Angeboten die Zahl der bei uns Sport Treibenden zu erhöhen.
In vielen der 5 600 Vereine im DBS gibt es hierzu schon beispielhafte Ideen, Konzepte und
Aktivitäten.
Das erfordert neben unserem ständigen Bemühen um Gleichbehandlung, Barrierefreiheit und
Inklusion zusätzliche Kraft. Der Filmtitel "GOLD ? du kannst mehr als du denkst" ist dazu ein
Ansporn.
Ich danke allen Sportlerinnen und Sportlern, allen Mitgliedern und Funktionsträgern, den
Trainern, Betreuern und Medizinern, den tausenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
sowie unseren Sponsoren und Förderern und wünsche Ihnen ein glänzendes neues Jahr.